Schwarze und weiße Hüte, Dramaqueens, Narzissten und Stinos

In unserem Leben sind wir beide schon sehr vielen Personen begegnet, die mit einer Persönlichkeitsstörung gesegnet sind.

Doch warum waren die meisten davon so ganz anders als wir?

Persönlichkeitsstörungen stellen eine Klasse von psychischen Störungen dar.

Bei ihnen sind bestimmte Merkmale der Persönlichkeitsstruktur und des Verhaltens

in besonderer Weise ausgeprägt, unflexibel oder wenig angepasst.

DSM-5 gruppiert die 10 Arten von Persönlichkeitsstörungen in 3 Gruppen (A, B, und C), basierend auf ähnlichen Eigenschaften.

Cluster A ist durch merkwürdiges oder exzentrisches Auftreten gekennzeichnet.

Cluster B ist charakterisiert durch dramatisches, emotionales oder sprunghaftes Verhalten.

Cluster C wird charakterisiert durch ängstliches oder sich fürchtendes Auftreten.

Wir Borderliner sind zusammen mit drei weiteren Störungen im Cluster B zu finden.

Und nur weil wir zusammen in die Schublade Cluster B gesteckt wurden, könnten wir unterschiedlicher nicht sein.

Zum einen gibt es hier die Antisoziale Persönlichkeitsstörung.

In der Regel halten die Beziehungen von Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung nicht lange. Menschen mit dieser Störung übernehmen jedoch nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst keine Verantwortung. Ihnen fehlt der Zugang zu ihren Gefühlen. Sie erleben die Welt als eintönig und langweilig.

Dann finden wir hier noch die Histrionische Persönlichkeitsstörung.

Diese Menschen glauben häufig, dass ihre Beziehungen intimer sind, als das der Fall ist. Menschen mit histrionischer Persönlichkeitsstörung sehnen sich nach Neuem und sind schnell gelangweilt. Daher wechseln sie häufig die Arbeit und ihre Freunde.

Die dritte Gruppe beschreibt die Narzisstische Persönlichkeitsstörung.

Der Narzisst liebt vor allen Dingen eines, sich selbst. Zu Beginn ist er unglaublich liebenswert, charmant und aufmerksam doch schon nach kürzester Zeit beginnt er sein wahres Gesicht zu zeigen. Narzissten behandeln ihren Partner meist herablassend und erniedrigen ihn. Äußert dieser Kritik wird er entweder manipuliert oder verlassen.

Mit Kritik kann der sich als perfekt ansehende Narzisst nicht umgehen.

Zu guter Letzt bleiben da noch wir Borderliner, doch auch hier gibt es Unterschiede.

Unserer Meinung nach kann man nicht aller Borderliner unter einen Hut stecken, es gibt sowohl einen schwarzen als auch einen weißen Hut.

Die Schwarzhüte können nicht mit Nähe umgehen, sie wollen um jeden Preis geliebt werden, bekommen dann jedoch Panik und beenden oftmals den Kontakt.

Anders die Weißhüte zu denen wir uns zählen.

Wir reflektieren was in uns passiert, warum wir reagieren wie wir es tun und was in uns Gefühle von Angst, Freude, Trauer oder gar Wut auslöst.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Hüten die Reflektion ist. Beim Schwarzhut sind die anderen Schuld an all dem was im Leben schief lief. Der Weißhut fragt sich ob er evtl. selbst Schuld daran trägt.

Und all diese Cluster B Persönlichkeitsstörungen müssen in einer Welt voller Stinos überleben. Stinos sind die Stinknormalen Menschen. Menschen die keine Persönlichkeitsstörung entwickelt haben.

Und das ist manchmal auch eine große Herausforderung.

Hier gibt es einiges zu berichten.

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